Fragst du dich, wie viel Kreatin du wirklich brauchst, ohne das ganze Rechenwirrwarr? Ehrlich, das Thema ist weniger kompliziert, als es oft gemacht wird. Die richtige Dosis passt locker in jeden Alltag und bringt die Vorteile, ohne dass du dich in Details verlierst.
Für die meisten reicht eine tägliche Kreatin-Dosierung von 3 bis 5 Gramm, egal ob Trainingstag oder nicht. Damit füllst du die Speicher zuverlässig – und es bleibt einfach. Du musst nicht groß planen, um davon zu profitieren.
Kreatin wirkt, weil es schnell verfügbare Energie in den Muskeln bereitstellt. Es kann Kraft, kurze Belastungen und das Training insgesamt sinnvoll ergänzen. Wer’s simpel hält, bleibt auch eher dran – und das macht am Ende den Unterschied.
Zentrale Erkenntnisse
- Kreatin bringt zuverlässig was, wenn du einfach eine feste Tagesdosis nimmst.
- Kreatin-Monohydrat reicht – Timing ist ziemlich egal.
- Die Anwendung ist sicher, alltagstauglich und leicht umzusetzen.
Warum Kreatin 2026 wieder überall ist – und warum du’s simpel halten solltest
Du stehst vorm Regal oder scrollst durch den Shop. Zwölf Kreatin-Sorten, zwanzig Reels mit widersprüchlichen Tipps. Durchatmen: Kreatin ist kein Hexenwerk, sondern ein einfaches Basis-Supplement. Weniger Kopfzerbrechen, mehr machen.
„Best untersucht“ heißt nicht „kompliziert“
Der aktuelle Kreatin-Hype fühlt sich neu an, aber das ist er eigentlich nicht. Kreatin Monohydrat zählt seit Jahren zu den am besten geprüften Supplements. Die Studienlage ist evidenzbasiert und ziemlich eindeutig – siehe: https://link.springer.com/article/10.1186/s12970-017-0173-z
Viele Trends machen es unnötig kompliziert. Puffer, Ester, Spezialmischungen – das alles ändert am Ende kaum was. Für dich zählt: eine Form, eine Dosis, regelmäßig. Kreatin wirkt nicht über Nacht. Es kommt auf Konsistenz an.
Kurz gesagt:
- Eine bewährte Form reicht
- Keine komplizierten Zyklen
- Alltagstauglich schlägt Perfektion
Das passt zu den Supplement Basics: einfach starten, sauber bleiben, dranbleiben.
Für wen der Artikel ist (und für wen nicht)
Das hier ist für dich, wenn du trainierst und endlich klare Antworten willst. Ganz egal ob Krafttraining, Teamsport oder Gym. Du hast keine Lust auf Social-Media-Chaos, sondern willst einfache Regeln.
Wenn du spezielle medizinische Probleme hast oder eine Therapie brauchst, bist du hier falsch. Und Wunder gibt’s auch nicht – Kreatin unterstützt dein Training, ersetzt aber keinen Plan.
Wer Fakten mag und evidenzbasiert entscheidet, ist hier gut aufgehoben. Halte es einfach, bleib konstant, nutze Kreatin als das, was es ist: ein solides Werkzeug im Alltag.
Was Kreatin ist und wie es wirkt (ohne Biochemie-Overkill)
Kreatin hilft vor allem bei kurzen, intensiven Belastungen. Es füllt einen schnellen Energiespeicher auf und macht sich genau dann bemerkbar, wenn das Gewicht schwer wird.
Phosphokreatin/ATP: der Kurzfilm
In deinen Muskeln liegt Kreatin als Phosphokreatin bereit. Dieser Speicher springt ein, wenn du schnell Energie brauchst. Er unterstützt die ATP-Resynthese, also das schnelle Wiederaufladen von ATP – deiner Energiequelle Nummer eins.
Stell dir Kreatin wie einen kleinen Zusatzakku für kurze Belastungen vor. Der Akku liefert Strom für Sekunden, nicht für Minuten. Deshalb passt Kreatin zu High-intensity Übungen wie Sprints oder schweren Lifts.
Ohne Kreatin ist der Akku kleiner. Mit Kreatin ist er voller und hält ein bisschen länger. Kein Zauber, sondern einfach Teil der normalen Energiesysteme im Muskel.
- Ohne Kreatin: Akku leer nach wenigen Sekunden
- Mit Kreatin: Akku hält etwas länger und lädt schneller nach
Studien zeigen, dass höhere Kreatinspeicher mit besserer Leistung bei kurzen Belastungen einhergehen.
Warum das im Training überhaupt spürbar wird
Im Training spürst du den Effekt dort, wo’s drauf ankommt. Bei Sätzen mit viel Gewicht liefern Phosphokreatin und ATP die Energie für jede Wiederholung.
Die letzten zwei Wiederholungen beim Bankdrücken fühlen sich oft „tot“ an. Mit Kreatin wirken sie weniger tot, weil der Zusatzakku noch ein bisschen Strom liefert. Du schaffst vielleicht eine saubere Wiederholung mehr.
Gerade bei kurzen Pausen und mehreren schweren Sätzen lädt dein Körper ATP zwischen den Sätzen schneller nach. So bleibt die Leistung im Training stabiler.
Kreatin macht dich nicht über Nacht stärker. Es hilft dir, mehr hochwertige Arbeit zu leisten, und das summiert sich über Wochen.
Was Kreatin realistisch bringt: Leistung, Muskeln, „Responder“
Kreatin wirkt vor allem über bessere Trainingsleistung. Mehr Wiederholungen, ein bisschen mehr Gewicht, höhere Qualität im Training. Muskelaufbau kommt dann indirekt – vorausgesetzt, du nutzt die Vorteile regelmäßig.
Kraft/Power & Wiederholungsleistung: typische Effekte
Kreatin erhöht kurzfristig deinen Power output bei intensiven Sätzen. Das spürst du besonders bei Sprints, schweren Lifts und kurzen Pausen. Es fühlt sich nicht immer wie ein „Kick“ an, aber die Unterschiede im Training sind messbar.
Typische Effekte im Studio:
- +1–2 Wiederholungen pro Satz bei gleichem Gewicht
- leicht höhere Lasten bei Grundübungen
- stabilere Leistung über mehrere Sätze
Diese Effekte unterstützen Kraftzuwächse, wenn du regelmäßig trainierst. Studien zeigen Vorteile vor allem in Kombination mit Krafttraining und genug Protein, zum Beispiel bei fettfreier Masse laut Meta-Analyse zur Lean Mass.
Muskelaufbau: indirekter Boost über mehr Trainingsarbeit
Kreatin baut keinen Muskel ohne Training auf. Es hilft dir, mehr Trainingsvolumen zu schaffen. Mehr Volumen heißt mehr effektive Sätze pro Woche.
So sieht der indirekte Effekt aus:
- mehr Wiederholungen bei gleicher Technik
- höhere Trainingsdichte bei kurzen Pausen
- bessere Erholung zwischen Sätzen
Über Wochen kann das zu mehr Lean mass führen. Der Effekt bleibt moderat, aber ziemlich zuverlässig, wenn du dein Training sauber planst. Du profitierst besonders, wenn du nah am Muskelversagen trainierst und Fortschritte festhältst.
Responder vs. Non-Responder: warum es unterschiedlich wirkt
Nicht jeder reagiert gleich stark. Responders starten oft mit niedrigeren Kreatinspeichern – kommt öfter bei wenig Fleischkonsum vor.
Non-Responders merken weniger, weil ihre Speicher schon hoch sind. Das bedeutet nicht, dass Kreatin „nicht wirkt“ – der Zuwachs ist einfach kleiner.
Wichtige Faktoren:
- Ausgangsspeicher im Muskel
- Muskelmasse und Trainingsstand
- Ernährung und Gesamtkalorien
Falls du nach zwei Wochen nichts merkst – das ist normal. Bleib dran, miss deine Leistung, schau aufs Volumen, und bewerte den Effekt ehrlich.
Kreatin-Monohydrat vs. andere Formen: was lohnt sich wirklich?
Drei Dinge zählen bei der Kreatin-Wahl: Evidenz, Preis und Verfügbarkeit. Du willst eine Form, die wirkt, gut verträglich ist und keinen Marketing-Aufpreis verlangt.
Monohydrat als Default (Evidenz/Preis/Verfügbarkeit)
Kreatin Monohydrat ist einfach der Klassiker. Studien zeigen ziemlich deutlich, dass es bei Kraft und Leistung wirkt, wenn du’s richtig dosierst. Große Übersichten wie die ISSN Position sprechen für Sicherheit und Wirksamkeit – egal ob kurz oder lang genommen.
Du findest Monohydrat praktisch überall. Es kostet nicht viel und du kannst es problemlos abmessen. Die Bioverfügbarkeit reicht locker aus, solange du’s regelmäßig nimmst.
Schau lieber nach von Dritten getesteten Produkten – die senken das Risiko für Verunreinigungen. Ehrlich gesagt: Reinheit und die richtige Menge sind wichtiger als ein fancy Markenname.
Kurzvergleich
- Wirksamkeit: hoch
- Preis: niedrig
- Verfügbarkeit: sehr hoch
- Praxis: einfach
HCl, Kre-Alkalyn & Co.: was man dazu ehrlich sagen kann
Creatine HCl und Kre-Alkalyn setzen gern auf Versprechen wie bessere Löslichkeit oder „kein Blähbauch“. Klingt erstmal super, aber Studien zeigen kaum echte Vorteile. Wenn ein Produkt mehr kostet, sollte es auch mehr bringen – das ist meistens nicht der Fall.
Manche fühlen sich mit HCl wohler. Das ist individuell, aber kein Beweis für eine bessere Wirkung. Kre-Alkalyn argumentiert mit „pH-Buffer“, doch der Körper regelt den pH-Wert eh selbst. Zusätze bringen da wenig.
Realität vs. Marketing
- Marketing: „pH-buffered“, „no bloat“
- Praxis: ähnliche Effekte, höherer Preis
Bist du empfindlich, probier’s vorsichtig aus. Für die meisten bleibt Monohydrat einfach die beste Option.
Kreatin-Monohydrat Dosierung: 3–5 g, Loading, Erhaltung (praxisnah)
Mit 3–5 g täglich füllst du deine Speicher komplett – das dauert halt ein bisschen. Eine Loading-Phase kann die Sättigung beschleunigen, aber nötig ist sie nicht. Mal einen Tag vergessen? Kein Drama. Mach einfach weiter.
Standard-Protokoll: 3–5 g/Tag (und wann eher 5 g)
Die Kreatin‑Monohydrat Dosierung bleibt simpel: 3–5 g pro Tag als Tägliche Einnahme, dauerhaft – egal ob Trainingstag oder Pause.
Wann 3 g reichen:
- du wiegst wenig
- isst selten Fleisch oder Fisch
- hast keinen Zeitdruck
Wann eher 5 g sinnvoll sind:
- du hast mehr Körpergewicht
- trainierst viel
- willst deine Speicher schnell voll haben
Die Uhrzeit? Ist eigentlich egal. Viele nehmen’s nach dem Training oder einfach mit einer Mahlzeit, weil’s praktisch ist. Studien und Alltag zeigen: Diese Erhaltungsdosis hält die Speicher zuverlässig voll.
Loading-Phase: wann sinnvoll, wann unnötig
Eine Loading phase beschleunigt die Saturation der Muskeln – üblich sind ~20 g pro Tag für 5–7 Tage.
So bleibt der Magen ruhig:
- Verteil’s auf 4×5 g
- Nimm’s zu Mahlzeiten
- Trink genug Wasser dazu
Auch ohne Loading wirkt Kreatin – dauert halt 3–4 Wochen mit 3–5 g täglich, bis die Speicher voll sind. Viele lassen das Loading einfach weg und merken keinen Unterschied. 20 g auf einmal? Da kann’s im Bauch schon mal rumpeln, aber das heißt nicht, dass du Kreatin nicht verträgst.
Vergessen/Unterbrechung: was dann?
Vergisst du mal einen Tag, ist das kein Beinbruch. Deine Speicher sind nicht sofort leer. Am nächsten Tag einfach wie gewohnt weitermachen.
Auch nach längeren Pausen brauchst du kein neues Loading. Fang wieder mit 3–5 g täglich an – die Saturation baut sich wieder auf.
Kurzleitfaden nach Pausen:
- 1–7 Tage Pause: normal weiter
- 2–4 Wochen Pause: normal weiter
- Monate Pause: Loading ist optional, ansonsten einfach Geduld
Am Ende zählt, dass du’s regelmäßig nimmst – Perfektion ist überbewertet.
Kreatin Timing: Muss ich’s rund ums Training nehmen?
Beim Kreatin zählt, wie voll deine Muskelspeicher sind – und das passiert über Tage, nicht in Minuten. Regelmäßige Einnahme ist wichtiger als Pre- oder Post-Workout.
Konsistenz schlägt Uhrzeit
Dein Körper bunkert Kreatin im Muskel, und das wächst mit täglicher Einnahme. Die genaue Uhrzeit? Spielt wirklich kaum eine Rolle. Studien finden keinen klaren Vorteil, ob du’s vor oder nach dem Training nimmst – Hauptsache, du bleibst dran.
Mach’s dir einfach. Such dir einen festen Moment, der zu deinem Tagesablauf passt:
- morgens nach dem Zähneputzen
- mittags zum Lunch
- abends mit dem Essen
- nach dem Training, wenn’s dir passt
Trainierst du spät, z.B. um 22 Uhr, brauchst du keinen extra Shake. Nimm’s einfach am nächsten Tag wie sonst auch. Am Ende zählt die Konstanz, nicht die Uhrzeit. Eine große Übersicht zu Wirksamkeit und Sicherheit gibt’s z.B. hier: creatine safety.
Mit Mahlzeit/Protein/Carbs: sinnvoll oder egal?
Ob du Kreatin mit oder ohne Essen nimmst, ist nicht entscheidend. Viele finden’s mit einer Mahlzeit angenehmer, vor allem wenn der Magen empfindlich ist. Protein oder Carbs brauchst du nicht extra dazu, aber wenn’s eh auf dem Teller liegt – warum nicht.
Typische Optionen:
- mit dem Frühstück
- mit dem Mittagessen
- Post-workout zusammen mit dem Abendessen
Ein spezielles Meal timing bringt dir keinen spürbaren Extra-Effekt. Es gibt kein „anaboles Fenster“ für Kreatin. Hauptsache, die Tagesdosis passt. Shake nervt? Dann lass ihn weg – Wasser reicht. Bleib bei dem, was für dich langfristig funktioniert.
Kaffee/Koffein: was ist Mythos, was ist Praxis?
Das Gerücht, Koffein würde Kreatin aufheben, hält sich hartnäckig – stimmt aber nicht. Kaffee blockiert die Aufnahme nicht. Du kannst beides am selben Tag nehmen. Manchmal gibt’s bei der Pre-workout-Kombi Magenprobleme, dann einfach trennen.
Praktisch gesehen:
- Kaffee morgens, Kreatin später
- Kreatin mit Essen statt auf leeren Magen
- bei Bedarf Post-workout einnehmen
Verträgst du Kaffee gut? Dann mach dir keinen Kopf. Hör auf dein Bauchgefühl und pass das Timing an dich an, nicht andersherum.
Sicherheit & Nebenwirkungen: Wasser, Magen, Krämpfe, Niere, Haarausfall
Kreatin gilt als gut verträglich, solange du gesund bist. Häufige Fragen drehen sich um Wassergewicht, Magen, Blutwerte oder den Haarausfall-Mythos. Mit klarer Dosierung und ein bisschen Hintergrundwissen kannst du das entspannt sehen.
„+1 kg auf der Waage“: was dahinter steckt
Ein schneller Sprung von 0,5–1,5 kg ist drin – aber nicht wegen Fett. Kreatin zieht Wasser in die Muskelzellen (intrazelluläre Wasserbindung).
Das Wasser bleibt im Muskel und hilft bei der Leistung. Unter der Haut lagert es sich nicht ab. Viele merken sogar straffere Muskeln statt „aufgeschwemmt“ auszusehen.
Wichtig für dich:
- Das Gewicht pendelt sich nach ein paar Wochen wieder ein.
- In der Diät kann die Waage verwirren, aber dein Körperfettanteil bleibt gleich.
- Bist du empfindlich, fang mit 3 g täglich an.
| Punkt | Einordnung |
|---|---|
| Ort | Muskelzelle |
| Dauer | vorübergehend |
| Fett | kein Zuwachs |
Magen/Darm: Dosierung splitten, lösen, Timing
GI‑Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall entstehen meistens, wenn du einfach zu viel auf einmal nimmst. Das bedeutet nicht, dass du Kreatin grundsätzlich nicht verträgst.
So kannst du Probleme vermeiden:
- Teile die Dosis auf, zum Beispiel 2×2–3 g.
- Löse das Pulver gründlich in warmem Wasser auf.
- Nimm es zu einer Mahlzeit.
- Vermeide extrem hohe Einzeldosen.
Krämpfe und Dehydrierung? Das hält sich als Gerücht. Bleib einfach bei normaler Hydration, vor allem beim Training. Das reicht meistens völlig.
Niere/Blutwerte: für wen ärztlich abklären?
Studien zeigen bei gesunden Menschen eine gute Sicherheit, selbst über längere Zeiträume. Viele verstehen den Blutwert Kreatinin falsch. Der Wert kann steigen, ohne dass deine Niere darunter leidet. Kreatinin ist schließlich nur ein Abbauprodukt und kein direkter Hinweis auf Nierenschäden. Der Kontext zählt, zum Beispiel eGFR und der Verlauf über die Zeit.
Sprich vorab mit dem Arzt, falls du:
- eine Nierenerkrankung hast,
- Medikamente nimmst, die die Niere belasten,
- auffällige Blutwerte hast.
Eine große Übersicht stuft Kreatin für Gesunde als sicher ein, selbst bei höheren Mengen und längerer Einnahme (ISSN position stand).
Haarausfall-Mythos: wie man das sauber einordnet
Das Gerücht „Kreatin verursacht Haarausfall“ hält sich hartnäckig. Die Theorie bezieht sich auf DHT, ein Hormon, das bei entsprechender Genetik den Haarverlust beschleunigt. Für Kreatin gibt’s aber keinen soliden Beweis, dass es Haarausfall auslöst.
Was solltest du wissen?
- Haarausfall ist meistens genetisch bedingt.
- Einzelfälle ersetzen keine echten Daten.
- Wenn du schon starken Haarausfall hast, beobachte Veränderungen gelassen.
Kreatin gilt nicht als Ursache. Falls das Thema für dich wichtig ist, bleib bei moderaten Mengen und halte andere Faktoren möglichst konstant.
Kreatin im Alltag: Kaufen, Qualität, Mixen, Routine (ohne Stress)
Du sparst dir Zeit und Nerven, wenn du einfach kaufst, ordentlich mischst und auf feste Gewohnheiten setzt. Mit klaren Regeln klappt die Einnahme auch an stressigen Tagen oder auf Reisen.
Einkauf/Qualität: was wirklich zählt (Third-Party Testing etc.)
Hol dir Kreatin-Monohydrat als Pulver. Es lässt sich einfach dosieren und passt in jeden Alltag. Mehr Schnickschnack brauchst du echt nicht.
Unabhängige Labore prüfen die Chargen auf Reinheit und Verunreinigungen. Das verringert das Risiko für Fremdstoffe. Hinweise dazu findest du meistens auf dem Etikett oder der Herstellerseite. Lass dich von bunten Versprechen oder „Stacks“ nicht locken.
Wichtige Checkliste:
- Monohydrat, kein Blend
- Chargenprüfung durch unabhängige Labore
- Kurze Zutatenliste (am besten nur Kreatin)
- Neutraler Geschmack – macht das Mixen leichter
Weitere Infos zur Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln findest du in Fachbüchern, z.B. zur Einordnung von Proteinen und Kreatin im Alltag: Qualität von Kreatin und anderen Supplements.
Mix- & Reise-Hacks: damit du’s wirklich nimmst
Misch das Kreatin einfach in Wasser, Saft oder den Shake. Es löst sich gut, kalte Flüssigkeit reicht völlig. Einmal umrühren, fertig.
Unterwegs? Pack dir Portionsbeutel ein oder füll eine kleine Dose ab. Dann fehlt im Hotelgym nichts. Wenn die große Dose zu Hause bleibt, nimm Einweg-Sachets oder diese typischen Apothekenportionen.
Ein paar praktische Ideen:
- Morgens ins Trinkglas, das du sowieso nutzt
- Abends in den Post-Workout-Shake
- Unterwegs mit stillem Wasser mischen
Mythen-Check: 8 kurze Mythen, 8 klare Antworten
Viele Aussagen zu Kreatin stammen aus Foren, alten Studien oder vom Hörensagen. Du kannst Fakten von Anekdoten trennen und bekommst klare Handlungsregeln für die Praxis.
Mythos-Schnellformat (1–2 Sätze pro Mythos)
| Mythos | Klarstellung | Was du stattdessen machst |
|---|---|---|
| „Ladephase ist Pflicht“ (Loading myth) | Eine Ladephase beschleunigt die Sättigung, ist aber nicht nötig. Der Effekt kommt auch ohne. | Nimm 3–5 g täglich und bleib konstant. |
| „Du musst zyklisieren“ (Cycling) | Zyklisieren bringt keinen Zusatznutzen. Pausen sind nicht nötig. | Bleib bei der täglichen Dosis über Wochen. |
| „Schadet den Nieren“ (Kidney myth) | Bei gesunden Menschen zeigen die Daten keine Schäden, auch langfristig. | Trinke normal und halte die Dosis ein; bei Vorerkrankungen sprich mit Arzt. |
| „Macht dick“ | Kreatin erhöht kein Fett. Gewichtszunahme kommt oft durch Wasser in den Muskeln. | Miss Fortschritt an Kraft, nicht nur an der Waage. |
| „Verursacht Haarausfall“ | Es gibt keine klare Beweislage. Reddit-Threads sind keine Studien. | Achte auf Genetik und Ernährung; Kreatin absetzen ist nicht nötig. |
| „Verursacht Krämpfe“ | Studien zeigen keinen Anstieg von Krämpfen. | Trinke ausreichend und salze dein Essen normal. |
| „Dehydriert“ | Kreatin bindet Wasser im Muskel, nicht im Darm. | Halte deine übliche Trinkmenge ein. |
| „Timing ist entscheidend“ | Der Zeitpunkt ist zweitrangig. Konstanz zählt mehr. | Nimm es täglich zu einer festen Zeit. |
Die Sicherheitslage stützt sich auf einen breiten Sicherheitskonsens.
„Wenn du nur eins merkst…“-Merksätze
- Konstanz schlägt Timing. Täglich 3–5 g wirken, egal ob morgens oder abends.
- Keine Pflicht zur Ladephase. Schnell oder langsam führt zum gleichen Ziel.
- Zyklisieren ist unnötig. Dein Gym-Buddy irrt.
- Nieren-Mythos bleibt ein Mythos. Für Gesunde gilt: sicher bei empfohlener Dosis.
- Wassergewicht ist normal. Es sitzt im Muskel, nicht als Fett.
- Haarausfall ist nicht belegt. Foren ersetzen keine Daten.
- Krämpfe kommen meist von Mangel. Salz und Flüssigkeit prüfen.
- Einfach halten. Pulver, Wasser, fertig.
FAQ: Die 10 häufigsten Fragen (kurz, konkret)
- Muss ich Kreatin zyklisieren?
Eigentlich nicht. Du kannst Kreatin einfach dauerhaft nehmen, solange du dich an die Standardmenge hältst. Pausen? Muss echt nicht sein. - Kreatin in der Diät sinnvoll?
Klar, das macht Sinn. Es hilft dir, deine Kraft auch im Kaloriendefizit zu halten. Das Gewicht kann ein bisschen steigen, meistens wegen Wasser. - Was, wenn ich 3 Tage vergesse?
Kein Stress. Fang einfach wieder mit deiner normalen Tagesmenge an. Weiter geht’s. - Mit Kaffee oder Koffein kombinieren?
Kannst du machen. Nur: Wer viel Koffein reinhaut, merkt manchmal, dass Kreatin nicht mehr so wirkt wie sonst. - Ist Kreatin für Frauen geeignet?
Definitiv. Studien zeigen, dass Frauen genauso Kraftzuwächse bekommen wie Männer, vielleicht mit etwas mehr Gewicht auf der Waage. Mehr dazu gibt’s in dieser systematischen Übersicht zu Kreatin bei Frauen. - Eignet sich Kreatin für Veganer?
Absolut. In pflanzlicher Ernährung steckt kaum Kreatin, deswegen profitieren viele Veganer davon besonders. - Verliere ich alles beim Absetzen?
Du verlierst ein bisschen Wassergewicht, klar. Aber deine Trainingserfolge bleiben, solange du dranbleibst. - Ist Kreatin für Jugendliche?
Für Minderjährige gilt: Nur mit Aufsicht und am besten im sportlichen Umfeld. Es gibt noch nicht viele Daten dazu. Vorsicht und Beratung schaden jedenfalls nicht. - Vor Wettkampf oder Weight Cut nehmen?
Kreatin kann Wasser im Körper halten. Überleg dir also, ob du es rechtzeitig absetzt oder früh genug planst. - Magenprobleme – was tun?
Probier, die Dosis zu teilen oder nimm Kreatin einfach zum Essen. Und trink genug Wasser dazu. Meistens reicht das schon.


